Unsere Zentren. Wir unterstützen im Alltag.

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Der SPV bietet seine Leistungen in drei Regionen im Kreis Groß-Gerau an, Nord mit Standorten in Rüsselsheim und Mörfelden-Walldorf, Mitte mit Standorten in Groß-Gerau und Süd mit Standorten in Biebesheim und Riedstadt. Dadurch müssen Menschen, die unsere Angebote nutzen wollen, keine weiten Fahrstrecken zurücklegen.

In jeder Region bestehen Zentren, in denen die verschiedenen Fachdienste zusammengefasst sind. Der Zugang zu den Zentren ist niedrigschwellig, die Häuser sind offen. Es gibt keine Wartelisten und keine Anwesenheitspflicht. Auch kurze Besuche, zum Beispiel zu einer Tasse Kaffee, sind möglich.


Bei unserer Arbeit leiten uns folgende Grundsätze und Haltungen:

Prävention

Der Sozialpsychiatrische Verein Kreis Groß-Gerau e. V. versucht in erster Linie zu verhindern, dass aus psychischen Belastungssituationen psychische Erkrankungen werden. Wo diese bereits eingetreten ist, bemühen wir uns darum, eine Chronifizierung zu verhindern. Aus diesem Grund unterstützen wir das regionale Bündnis gegen Depression und betreiben die beiden präventiven Angebote Familienpaten und Kaktus.

Stärkung der Resilienz

Resilienz (von lat. resilire ‚zurückspringen‘ ‚abprallen‘) oder psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. (…) Resiliente Personen haben gelernt, dass sie es sind, die über ihr eigenes Schicksal bestimmen, die sogenannte Kontrollüberzeugung. Sie vertrauen nicht auf Glück oder Zufall, sondern nehmen die Dinge selbst in die Hand. Sie ergreifen Möglichkeiten, wenn sie sich bieten. Sie haben ein realistisches Bild von ihren Fähigkeiten. Die Stärkung von Resilienz ist Teil unserer Bemühungen um die Verhinderung von psychischer Erkrankung.
(Quelle: wikipedia.de. Abfrage Stichwort »Resilienz« am 25.03.2015)

Niedrigschwelligkeit

Soweit es die gesetzlichen Vorgaben erlauben, sind die Angebote des SPV niedrigschwellig. Es müssen keine hohen Hürden überwunden werden, um die Angebote nutzen zu können. Wo es nötig ist, einen Antrag beim zuständigen Kostenträger zu stellen, unterstützen die Mitarbeiter des SPV dabei. In Notlagen und bei Krisen wird sofort Hilfe geleistet.

Personenzentrierung

Die Hilfe, die der SPV leistet, orientiert sich am konkreten Bedarf der Klienten. Wir beziehen mit dieser personenzentrierten Unterstützung die Ressourcen und den Lebensraum der Menschen mit ein. Daraus folgt, dass sich unsere Arbeit an das gesamte Umfeld des Klienten, insbesondere auch an die Familie, richten muss. Im Gegensatz dazu zwingt die Institutionenzentrierung die Nutzer dazu, das Angebot zu nutzen, das am ehesten ihren Bedürfnissen entspricht. Wenn der Bedarf sich ändert, muss der Nutzer sich ein anderes Angebot suchen.

Normalitätsprinzip

Die Angebote des SPV sind Spezialangebote für Menschen, die mit psychischer Erkrankung konfrontiert sind. Sie sind für einen begrenzten Zeitraum gedacht, auch wenn dieser mehrere Jahre andauern kann. Ziel ist die Anbindung der Menschen an nichtpsychiatrische Angebote.

Respekt vor der Geschichte und der Krankheit des Einzelnen

Menschen mit einer psychischen Erkrankung werden häufig auf diese reduziert betrachtet. In der Regel waren sie aber nicht immer krank und haben eine Geschichte, die mehr umfasst als die Krankheit. Wir wollen diese Geschichte kennenlernen, denn sie verdient Respekt und ist eine Quelle von Selbstvertrauen und Stärke. Die psychosozialen Hilfen werden mit allen Beteiligten abgespochen und immer am konkreten Bedarf orientiert.